Ira Schädelbrecher

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tiniTales
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Ira Schädelbrecher

Beitrag von tiniTales » Mo 6. Apr 2020, 17:18

Lange hat es gedauert, aber ich bin endlich mit meiner Charaktervorstellung fertig :oops:
Ich freue mich schon, wenn die Kampagne starten und ich all eure Charaktere treffen kann.



Nur langsam driftete sie wieder ins Bewusstsein. Es war als hätte sich ein dichter Nebel um ihre Sinne gelegt. Der kalte Steinboden, der sich gegen ihre Wange drückte half der Frau sich auf etwas zu fokussieren um nicht schon wieder in der Bewusstlosigkeit zu versinken.
Vorsichtig öffnete sie die Augen, blieb aber ansonsten regungslos liegen. Der dunkle Raum drehte sich heftig, ihr war übel und ein pochender Schmerz breitete sich in ihrem Kopf aus.
Verdammt nochmal was war passiert?
Sie versuchte sich zu erinnern, aber das starke Pochen hinter ihren Schläfen hinderte sie daran. Dennoch kam es ihr seltsam bekannt vor, als hätte sie dies schon öfters erlebt.
Ein heftiger Schlag auf den Hinterkopf … eine Schlägerei?
Dieser Gedanke verschwanden so schnell wieder wie er gekommen war. Sie fuhr sich mit einer Hand frustriert durchs Gesicht. Ihre Unterlippe war aufgeplatzt und ein Auge scheinbar leicht geschwollen.
Nicht so schlimm, wenigstens kannst du noch aus beiden sehen … nicht so wie damals... Wann damals?
Die Frau knurrte zu sich selbst: „Verdammt noch mal konzentrier dich! Sieh dich genau um. Wo bist du? Was ist passiert?“ Sie versuchte den Schwindel und die Übelkeit so gut es ging zu ignorieren und setzte sich auf. Ihr Blick schweifte durch den Raum, doch ihr kam nichts bekannt vor. Plötzlich schoss ihr noch eine viel wichtigere Frage durch den Kopf:
Wer bist du?
Wie konnte das sein? Wieso konnte sie sich nicht einmal an ihren eigenen Namen erinnern? Verwirrung und Verzweiflung wandelten sich in Wut, die immer stärker in ihr hochkochte. Auf einmal waren alle Schmerzen und Übelkeit vergessen. In ihren Venen brannte es als würde Säure statt Blut durch diese fließen. Es überkam sie der Drang aufzubrüllen und alles in ihrer Umgebung kurz und klein zu zuschlagen. Doch bevor die Frau diesem nachgeben konnte, wanderte wie von selbst ihre Hand zur Brust und umfasste einen kleinen Stein den sie als Anhänger trug. Ihr Finger fuhr der darin eingravierten Spirale entlang, dabei atmete sie ein, hielt kurz die Luft an und atmete dann wieder aus. Als ihr Finger das Zentrum erreichte, war sie wieder bei sich.
Ruhig … Es bringt nichts wenn du jetzt ausrastest
Was war das? Warum hatte sie fast die Kontrolle über sich verloren und wie konnte sie sich so schnell wieder beruhigen? Sie umfasste fest den kleinen Stein der um ihren Hals hing. Sie wusste zwar nicht woher sie ihn hatte, aber er gab ihr ein Gefühl der Geborgenheit.
Ein Geschenk … von jemandem … Ja von jemandem der dir sehr viel bedeutet!

Ira … schoss es ihr durch den Kopf. Mein Name ist Ira … Ira Schädelbrecher …
Der Titel verursachte einen bitteren Geschmack im Mund. Er passte ihr nicht ganz, wie eine Rüstung die zu groß und schwer war und dennoch war es ihrer.
Immerhin hast du ihn dir mit Blut erkämpft … ob du es nun wolltest oder nicht …
Erinnerungsfetzen brachen über sie herein. Geschehnisse, die sie lange verdrängt hatte und nun nicht die Kraft besaß sie weiter zurück zu halten. Dennoch ergaben sie kaum Sinn:
Eine wunder hübsche Elfin in deren Blick sie nur Enttäuschung und Verachtung sah. Eine Zeit der Scham.
Ein Krieger ... ein Berg von einem Mann und so stark wie 10 Ochsen … der Stolz seines Stammes
In seinem Blick brannten Schande und Wut. Blutüberströmt lag er vor ihr. Eine Zeit des Schmerzes.
Kalte leere Gassen, nie dieselben ... Immer unterwegs, immer auf der Suche, immer auf der Flucht. Keine Blicke in denen sie etwas lesen konnte, denn jeder meidete den ihren. Sie war … nein ist anders … seltsam … zusammengesetzt aus zwei unterschiedlichen Hälften und so passte sie nirgends richtig hinein. Eine Zeit der Einsamkeit.
Jemand der sie von der Straße holte und ihr so vieles lehrte. Derjenige schenkte ihr auch den Anhänger. In dem Blick der Person erkannte sie Strenge aber auch Fürsorge. Eine Zeit der Zugehörigkeit …


Danach brachen die Erinnerungsfetzen ab. Viel konnte Ira damit nicht anfangen. Sei's drum, das Hier und Jetzt war wichtiger. Noch einmal blickte sie sich um. Ira fiel zum ersten mal auf, dass sie nicht alleine an diesem seltsam Ort war. Da waren noch andere Personen. Weiter hinten konnte sie einen alten Mann erkennen, aber warum winkte er mit einem Bund Brennesel zu ihr herüber?

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